Ballengang-Workshop in Neustadt Weinstraße!

5. + 6. Juli 2013 – Naturerlebnis Ballengang

Natürlich Gehen Lernen mit allen Sinnen

– Die ideale Synthese aus Körperarbeit und Naturerlebnis –

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Intensiv-Workshop Ballengang

– Erlernen Sie in einem Intensiv-Workshop das richtige Gehen im Ballengang und praktizieren Sie diesen dabei unter Anleitung barfuß in freier Natur!

Natürliche Leichtigkeit, die SOFORT im Alltag umsetzbar ist!

– Nachhaltige Verbesserung der inneren und äußeren Haltung!

Effektive Stressreduktion auf körperlicher und mentaler Ebene!

Wo: 67433 Neustadt an der Weinstraße

Wann:

Freitag abend um 19:00 – 21:30

(Seminarraum Biowirtshaus Konfetti, Friedrichstr. 36 67433 Neustadt) -> Karte

Samstag 10:00 bis 16:00

(Treffpunkt Gaststätte Kaltenbrunnertal 67433 Neustadt) -> Karte

Für wen: Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Teilnehmerzahl: Das Seminar ist für 8-12 Teilnehmer konzipiert.

Kosten: Das komplette Seminar kostet für beide Tage inklusive Handout 156,- € (Mwst-befreit).

Anmeldung:

Entweder telefonisch: 0621-86369805,

per email: info@ballengang.de (Betreff: Naturerlebnis)

oder bequem über dieses Formular -> anmeldung.naturerlebnis-ballengang.de

Verlauf:

Freitag abend: (19:00 – 21:30)

Einführung in das Thema Ballengang, Barfußgehen in der Natur

Umprogrammieren des Fersengangs in das Ballengangmuster

– Manuelle Faszienbehandlung und kleine Anatomie zum Fuß und seiner Struktur und Motorik

– Mobilisierung des Beckens

Mentaltraining zur positiven Verstärkung des neuen Geh-Fühls

Samstag:

Start 10:00

Erweiterte Umprogrammierung des Gehens in der Natur auf unterschiedlichem Untergrund

– angeleitete Aktivierung eines neuen „Gehmuskels“ tief im Rumpf

entdeckendes Gehen (Gehen aus der Sicht von Kindern)

– meditative Atemübung

– Gruppenerfahrung „Blinder Zug“ – ganz neue Wahrnehmungsanreize beim Gehen schaffen

12:30 – 13.30 Gemeinsames Picknick und einstündige Mittagspause

– Start mit energetischer Aufladung

Foxwalk, der Gang der Indianer

Wahnehmungsmeditation am Wasser

– Gehen für Fortgeschrittene: Die Rolle der eigenen Schwerkraft für kraftsparende Bewegung

Ankunft 16:00

Ja, ich bin dabei! -> anmeldung.naturerlebnis-ballengang.de

Herzlich Willkommen, Ihr Stefan Heisel und Steffen Kuby!

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Naturerlebnis Ballengang

Herzlich Willkommen, liebe Leserin, lieber Leser. 

Sie sind hier auf unseren Seiten genau richtig, wenn

– Sie sich für natürliches Gehen im Ballengang mit allen positiven Auswirkungen auf Körper und Geist interessieren

– Sie gerne in freier Natur Wandern und dies in ganz besonderer Weise genießen möchten

– Sie regelmäßig barfuß durch die Welt gehen oder es endlich schon immer einmal in einem kompetent angeleiteten Rahmen in einer Gruppe Gleichgesinnter tun möchten

– Sie mehr über die heimische Natur und deren unmittelbaren Sinneseindrücken erfahren möchten

– Sie sich einfach einmal fallen lassen und in ein spannendes Abenteuer für Körper und Sinne begeben möchten

–  Sie neugierig auf Neue Erfahrungen und Fähigkeiten sind

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

Stefan Heisel und Steffen Kuby

Barfuß durch das Felsenmeer

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Felsenmeer Lautertal bei Bensheim im Odenwald

Hallo liebe Leser,

ich möchte gerne von einem besonderen Naturerlebnis-Ballengang berichten.

Am 1. Mai unternahm ich mit einer Gruppe befreundeter/bekannter Familien einen Ausflug zum Felsenmeer Lautertal bei Bensheim im Odenwald  (leicht zu erreichen über A5 Ausfahrt Bensheim -> B47)

Gleich zu Beginn musste ich feststellen, dass dieses äußerst bemerkenswerte Naturdenkmal (leider) auch touristisch überaus gepflegt, um nicht zu sagen komplett ausgereizt, ist. Angefangen bei den extra angelegten kostenpflichtigen Parkplätzen über das reichlich mit Merchandising ausgestattete Info-Gebäude und dem geleckt wirkenden frisch gepflasterten Zugangsweg zum Waldrand, bis zum obligatorischen Esskiosk am Ende des sich über 2 km erstreckenden Felsenmeer-Anstiegs.

Neben den eigentlichen Felsen „beeindruckte“ mich an diesem Tag auch die Masse an Besuchern, die einem riesigen Pilgerzug glich, um über die großen runden Steinhaufen mit Kind und Kegel das gelobte Land zu erreichen. 😉

Wie dem auch sei: Die Herausforderung einer schönen Kletterpartie stand und die möglichen Risiken einer Verletzung sah ich an diesem 1. Mai 2013 eher darin, von jemandes dicken Wanderschuhen auf die Füße getreten zu bekommen als irgendwo abzurutschen oder in einen spitzen Ast zu treten. Also raus aus dem Auto und aus den Schuhen und rein ins Vergnügen ….

Wenn man barfuß unterwegs ist, bekommen jegliche Bewegungen eine zusätzliche Wahrnehmungsqualität: die Beschaffenheit des Untergrundes. Jeder einzelne Schritt (besonders auf nicht glattem, ebenem Boden) bewirkt einen unwillkürlichen sehr feinen Ausgleichreflex im ganzen Körper. Man unterscheidet zwischen kleinen, mittleren und größeren Steinchen, zwischen abgerundeten und spitzen Steinen, zwischen trocken, feucht und nass, zwischen kalt, kühlend, warm, wärmend, heiß, zwischen Sand, Erde, Stein, Holz, Teer, Metall, …, zwischen hart, weich und kuschelweich, und vieles mehr. Dadurch gewinnt jeder Gang, jede Wanderung deutlich an Erlebnisqualität.

Die Materie nimmt unmittelbaren Einfluss neben dem Duft, den Geräuschen, der Optik, dem WInd und der Lufttemperatur.

Felsenmeer: Der Aufstieg

Felsenmeer: Der Aufstieg

Das barfüßige Klettern stellte wieder eine neue Erfahrung dar: Gerade an diesem Tag waren einige Felsen noch feucht und damit mehr oder weniger glitschig. Der Schrägheitsgrad variierte stufenlos, so dass die „Rutschgrenze“ – neben dem eigentlichen Bewältigen der Stufen und Spalten – immer neu erfühlt werden musste. Durch das unmittelbare Abtasten durch die nackte Fußsohle war schon bei der ersten Berührung spürbar, ob und wie der Fels begehbar ist. Genau so, als würde man jeden Stein vorher mit den Händen abtasten.

An einigen Stellen, an denen ich mich abstütze oder zog, stellte sich das Gefühl ein, ich würde mich auf vier Händen fortbewegen. Ein Zustand, der mit keinerlei Schuhwerk außer diesem erreichbar ist. 🙂 Speziell fügten sich auch die Zehen in jede Ritze und Erhebung ein und beanspruchten damit das Muskel- und Nervensystem besonders intensiv. So wurde der Aufstieg zu einem abwechslungsreichen Abenteuer und bedeutete ein äußerst ausgefülltes körperliches Erlebnis.

Die Gefahren: herausschauende Eisenpfähle

Die Gefahren: herausschauende Eisenpfähle

Über Nutzen und Bedeutung des Fußballens möchte ich an dieser Stelle nicht detailliert eingehen, weil jeglicher Auf- und Abstieg ohnehin nur mit außschließlichem Balleneinsatz möglich ist. Insofern kann man Barfuß-Klettern als mitunter beste Förderung des Ballengangs bezeichnen.

Zum Abschluss sei noch, rein obligatorisch, die nicht minder interessante Reaktion der Menschen erwähnt:

Es waren an diesem Tag mehrere hundert Unternehmenslustige, meist in familiärer Aufstellung, unterwegs, sodass an manchen engeren Passagen des Aufstiegs regelrechte Warteschlaggen entstanden. Ich war der einzigste, der barfuß unterwegs war und fiel mit diesem Umstand an diesem Ort stärker auf als ein vollgepiercter Punkt mit Ratte auf der Schulter im Schlosspark. Um mich herum bildeten sich Gespräche, meist zwischen fragenden Kindern und erklärenden Erwachsenen: „Schau mal, der hat nackte Füße!“ „Warum hat der Mann keine Schuhe an?“ …. Eine der witzigeren Erklärungen, die ich mitbekommen war jene, dass ich wohl ein Spiel spielen würde, um zu sehen, wie schnell man ohne Schuhe die Steine hinauf klettern kann. Von seiten meiner Gruppe, mit der ich ja unterwegs war, betonte einer regelmäßig, wie „hart“ mein barfuß Gehen sei. Jemand anderes fragte mich immerhin, was ich von Barfußschuhen halte. Immerhin! 🙂

Wie angenehm: Die Wahnehmungsvielfalt!

Wie angenehm: Die Wahnehmungsvielfalt!

Angesichte meines eigenen Erlebens und der Selbstverständlichkeit meines Tuns (das ja im Grunde genommen überhaupt nichts besonderes ist) wurde mir immer unverständlicher, weshalb man bei gemäßigten Temperaturen zumindest in der freien Natur überhaupt Schuhe trägt. Ich glaube, wer wirklich einmal ganz intensiv gespürt hat, welche positiven Sinneseindrücke der direkte Bodenkontakt mit der nackten Fußsohle hinterlässt, wer dann von selbst beginnt, sich im Ballengang – und damit viel aufrechter und leichter zu bewegen, der wird nur widerwillig auf solch ein Erlebnis verzichten! Ein kompletter Wahrnehmungszweig fiele damit ersatzlos weg! Schließlich verbindet sich ja auch niemand ohne Not Augen, Ohren oder Nase, wenn er doch die Natur genießen möchte, oder?

Mit diesen Eindrücken und der unbedingten Empfehlung zum barfuß Gehen in der Natur verbleibe ich mit besten Grüßen,

Stefan Heisel

Barfuß Gehen oder Schuheinlagen?

Wozu benötigen wir eigentlich Schuheinlagen, Fußbett oder gar Absätze, wo es doch recht eindeutig an der Fähigkeit mangelt, sich als gesunder Mensch so zu bewegen, wozu sich der Körper recht ausgeklügelt nun einmal entwickelt hat?

Bevor wir der Frage genauer auf den Grund gehen verweise ich gerne auf einen kurzen Artikel aus Umwelt-Panorama.de:

[…eine Studie der Universitätsklinik für Orthopädie in Wien, für die mehr als 800 drei- bis sechsjährige Kinder untersucht wurden. Sie ergab, dass 54 Prozent der Dreijährigen einen Knick-Senkfuß hatten, während diese Fehlbildung nur noch bei 26 Prozent der Sechsjährigen auftrat. Nur in einem einzigen Fall war der flache Fuß eines Kindes krankhafter Natur. Allerdings trug jedes zehnte untersuchte Kind Einlagen, obwohl eine gesunde Fußwölbung erst im Laufe der ersten sechs bis zehn Jahre durch Laufen, Rennen und Spielen erworben wird….]

zum ganzen Artikel: http://umwelt-panorama.de/news.php?newsid=160010

Wenn man solche und ähnliche Meldungen (Beispielweise über echte Haltungsschäden bereits bei Kindern) liest, stellt sich die Frage nach Eigenverantwortung. Weder Schuhindustrie noch traditionelle Medizin, auch nicht die Schule incl. Lehrer sind über elementare Dinge wie Bewegung ausreichend im Bilde, obwohl dies einen fundamentalen Bereich unserer Entwicklung darstellt. Nicht ausreichend bedeutet quasi mangelhaft.

Also müssen wir uns selbst darum kümmern, dass es uns bzw. unseren Kindern auch in diesem Bereich möglichst gut geht.

Was das Gehen betrifft, spielt leider nicht nur das Schuhwerk eine tragende Rolle, sondern auch unsere zivilisierte Umwelt mit den ebenen asphaltierten Straßen an sich. Dort wo Fahrzeuge mit runden Rädern prima vorankommen, ist unsere Anatomie langfristig auf verlorenem Posten. Sorgen wir also neben dem richtigen Schuhwerk (wenn es denn sein muss) und der richtigen Motorik auch auf eine körperfreundliche Geh-Umgebung!

Mein Empfehlung geht ganz klar dahin, dass Sie – spätestens wenn die Temperaturen es erträglicher machen – so oft wie möglich wirklich barfuß unterwegs sind. Das heißt gleichzeitig, dass sie raus aus der Stadt sollten und nicht-asphaltierte Wege und Pfade begehen sollten. Ein besseres Training für ihren gesamten Körper gibt es nicht – sofern das Gehen so überhaupt möglich ist!

Gleichzeitig ist es auch ein Test für Sie, inwieweit ihre Gehfähigkeit überhaupt noch richtig funktioniert oder inwieweit sie auf die Prothese „Schuh“ zwingend angewiesen sind.
Wann sind Sie das letzte Mal bei schönem Wetter komplett barfuß durch einen Wald gewandert?

Ich bin mir sicher, dass leider sehr viele Menschen das Barfußgehen außerhalb von gefließten oder mit Teppichen oder Laminat ausgelegten Räumen verlernt haben. Oder liege ich sehr falsch? 🙂

Lassen Sie sich gerne dazu motivieren, am nächsten Tag, der über 15° C und Sonnenschein hat, eine halbe Stunde barfuß durch Wald oder Feld zu gehen und berichten Sie darüber, um uns das Gegenteil zu beweisen. 🙂

Mit freundlichen Grüßen, Stefan Heisel und Steffen Kuby

(aus Ballengang.de)